Teilbarkeit von transdermalen therapeutischen Systemen
 
In der Praxis stellt sich immer wieder die Frage, welche transdermalen therapeutischen Systeme (TTS) zerschnitten werden dürfen.
 
Prinzipiell können die derzeit erhältlichen Arzneipflaster (TTS) in zwei Gruppen eingeteilt werden:
  • Membransysteme (Reservoirpflaster): Diese bestehen aus einer undurchlässigen Folie, einem Wirkstoffreservoir, einer abgabebestimmenden Polymer-Membran und der Klebeschicht. Der Wirkstoff findet sich in Form einer Lösung oder Dispersion in einem Reservoir und wird durch eine Membran kontrolliert an die Haut abgegeben.
      Nachteil dieser Pflaster:
      • Im Reservoir sind häufig auch Lösungsmittel mit allergenem Potenzial enthalten.
      • Diese Pflaster dürfen nicht zerschnitten werden, das würde die Kontrollmembran beschädigen, eine kontinuierliche Freisetzung des Arzneistoffs wäre nicht mehr gewährleistet.
  • Matrixsysteme: Die Matrixpflaster kommen dagegen auch ohne Polymer-Membran und eine separate Klebeschicht aus. Zentrales Element ist hier eine Matrix, die mit dem Wirkstoff beladen ist. Sie klebt direkt auf der Haut und gibt kontinuierlich die Substanz frei.
      • Matrixsysteme können zerschnitten werden, da der Wirkstoff in fester Form vorliegt und homogen verteilt ist.
      • Da die Matrixpflaster allerdings häufig keine schützende Folie haben, sollte das Pflaster vor starker Sonneneinstrahlung geschützt werden.

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