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Jeden Mittwoch in der Fernsehsendung "Willkommen Österreich" (Beginn 17.05 im FS 2):
Die Arzneimittel-Expertin, Apothekerin Mag. Barbara Haase.
Wenn Sie Fragen an unsere Apothekerin haben, schreiben Sie dem ORF
ORF, Willkommen Österreich
1136 Wien, Kennwort "Apothekerin"
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Mag.pharm. Barbara Haase
Foto: ORF/Günther Pichlkostner
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Termine und Themen Oktober 2004
| Mittwoch, 6. Oktober 2004 |
heute entfällt der Beitrag
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Mittwoch, 13. Oktober 2004
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Appetithemmer Teil I
Viele erwarten sich wahre Wunderdinge von Appetitzügler: dass man nach Einnahme der Häppchen, Tropfen oder Pastillen keinen Hunger mehr spürt, ohne Probleme Gewicht verliert und die Nebenwirkungen von Diätkuren zum Verschwinden gebracht werden. Welche Substanzen die gängigen Appetitzügler enthalten, wie sie wirklich wirken und was sie können, erklärt unsere Apothekerin Mag. Barbara Haase.
Auch medikamentös wirksame Substanzen werden seit langem als Unterstützung beim Abnehmen eingesetzt - zum Beispiel die Appetithemmer. Ihre Wirkung beruht auf der vermehrten Freisetzung von Botenstoffen im Gehirn, die dem Sättigungszentrum signalisieren: "Ich bin satt". Die Präparate sind verschreibungspflichtig und vor allem zur unterstützenden Behandlung wirklich "schwerer" Fälle gedacht.
Entwickelt wurden Appetithemmer ausgehend von Amphetamin, einer stark anregenden, stimulierenden Substanz. Amphetamin und eine Reihe chemisch verwandter Substanzen werden daher auch (unerlaubterweise) im Sport als Dopingmittel eingesetzt.
Einer der Gründe, warum diese Substanzen als Appetithemmer doch nicht so gut "funktioniert" haben, wie anfangs erwartet, sind Gewöhnungseffekte. Die Wirksamkeit nimmt nach einiger Zeit ab und es besteht die Gefahr einer Abhängigkeit. Dem wurde versucht entgegenzuwirken, indem man die Dauer der Verschreibung beschränkt hat. Sie sollen zum Beispiel nicht länger als drei Monate pro Jahr eingenommen werden. In Österreich und den meisten Ländern Europas waren im Gegensatz zu den USA die Ärzte schon seit den sechziger Jahren sehr zurückhaltend mit Verschreibungen. Es kann nämlich auch zu anderen, unter Umständen gravierenden, Nebenwirkungen kommen. Dazu gehören Blutdruckanstieg, Herzrhythmusstörungen, psychische Symptome wie Angstzustände. Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit oder Verstopfung sind da noch harmlos.
Der Botenstoff, um den es bei den meisten Appetithemmern geht, ist das Serotonin. Dessen Spiegel wird aber nicht nur im Gehirn, sondern im ganzen Körper erhöht. Dadurch verengen sich die Gefäße und der Blutdruck steigt. Das kann vor allem bei den Gefäßen im Herz-Lungen-Kreislauf gefährlich werden, weil es dann das Herz unter Umständen nicht mehr "schafft". Weiters kann es zu einer Verdickung der Herzklappen kommen, wodurch die Pumpleistung des Herzens beeinträchtigt wird.
Die Möglichkeit solcher Nebenwirkungen ist seit langem bekannt und deshalb sind diese Appetithemmer in Österreich auch nicht mehr erhältlich.
Bedingt durch die große Nachfrage arbeiten Pharmafirmen intensiv an der Weiterentwicklung dieser Medikamentengruppe, aber auch hier gilt, dass generell alle Arzneimittel zur Gewichtsreduktion nur unter ärztlicher Aufsicht genommen werden sollten. Anders verhält es sich mit Schlankheitsmitteln, die meist über illegalen Versandhandel vertrieben werden. Eine öffentliche Lebensmitteluntersuchungsanstalt in Deutschland hat in Folge des Diätpillenskandals vor einigen Jahren 448 solcher Präparate untersucht und dabei Erstaunliches, Kurioses und Erschreckendes zu Tage gefördert. In den Schlankheitsmittelchen waren zum Beispiel enthalten: diverse hochwirksame Appetithemmer (aber ohne Arzneimittelkontrolle!), harntreibende Mittel, Anti-Diabetes-Mittel (können bei Überdosis zu nicht rückgängig zu machenden Schäden im Gehirn führen), Mittel gegen Erbrechen und kreislaufsteigernde Wirkstoffe. Quasi zum Ausgleich fanden sich auch beruhigende Substanzen. Ebenfalls enthalten waren Abführmittel (zum Abnehmen nicht geeignet), Schilddrüsenhormone (!), Koffein und anderes mehr.
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Mittwoch, 20. Oktober 2004
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Appetithemmer Teil II
Nicht nur rezeptpflichtige und für den medizinischen Problemfall ausgerichtete Appetitzügler gibt es, auch einfache und im Verkauf erhältliche Appetitbremsen sollen helfen, den Weg zum Idealgewicht zu erleichtern. Aufquellende Pflanzenfasern, Enzyme oder Granulate sollen den Hunger dämpfen. Doch auch bei diesen Produkten muss genau auf die Einnahme geachtet werden. Was man beachten muss, und welche Präparate für wen geeignet sind, erklärt Mag. Barbara Haase.
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Mittwoch, 27. Oktober 2004
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Medikamente und Lebensmittel
Wer Medikamente einnimt, darf keinen Alkohol trinken. Aber auch bestimmte Lebensmittel verändern die Wirkung von Arzneimitteln - z.B. Grapefruits oder Milch. Worauf man bei der Einnahme von Medikamenten achten muss, erklärt unsere Apothekerin Mag. Barbara Haase.
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Mehr zum Thema: Medikamente und Lebensmittel vertragen sich nicht immer
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