2004-11 TV Apothekerin: Sendungen im November
Termine und Themen
Jeden Mittwoch in der Fernsehsendung "Willkommen Österreich" (Beginn 17.05 im FS 2):
Die Arzneimittel-Expertin, Apothekerin Mag. Barbara Haase.

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ORF, Willkommen Österreich
1136 Wien, Kennwort "Apothekerin"


    Mag.pharm. Barbara Haase
    Foto: ORF/Günther Pichlkostner

Termine und Themen November 2004

Mittwoch, 3. November 2004




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Johanniskraut
Johanniskraut ist ein natürliches Hilfsmittel gegen Depressionen und wird vor allem in der beginnenden Winterzeit als Stimulans empfohlen. Doch Johanniskraut darf nicht nur als harmloses pflanzliches Heilmittel gesehen werden: es erhöht die Lichtempfindlichkeit und es gibt bestimmte Wechselwirkungen mit anderen Stoffen, die man beachten sollte. Apothekerin Mag. Barbara Haase erklärt die Details.
siehe auch: Johanniskraut hat nachweisbar stimmungsaufhellende Wirkung

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Mittwoch, 10. November 2004




























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    Fieberblasen
    Fieberblasen entstehen meist durch eine Infektion durch Herpes-Viren. Meist schon im Kindesalter ist die Infektion erfolgt, jeder 2.-3. Erwachsene trägt das Virus schon in sich. Um Fieberblasen zu bekämpfen, stehen mehrere Wirkstoffe zur Verfügung – wichtig ist das regelmäßige Auftragen der Salben. Was von sogenannten "Geheimtipps" zu halten ist und welche homöopatischen Mittel zur Verfügung stehen, erklärt die Apothekerin Mag. Barbara Haase.
    TIPPS VON MAG. BARBARA HAASE
    Das Virus "schlummert" im Körper und Auslöser wie intensive UV-Bestrahlung, Stress, Schlafmangel, aktivieren es. Die Herpes-Viren wandern in oberflächliche Hautzellen.
    Erste Phase ist ein Kribbeln, Jucken oder auch Brennen, in der zweiten Phase bilden sich die Bläschen. Vorsicht - es herrscht hohe Ansteckungsgefahr, die akute Infektion kann auf Augen, Nase und Genitalien übertragen werden.
    Was tun? Bei den ersten Anzeichen wie Kribbeln etc. tragen Sie sogleich eine entsprechende Fieberblasencreme auf. Es gibt verschiedene Wirkstoffe, wie zum Beispiel "Aciclovir". Aciclovir ist ein Virustatikum, dringt in die oberen Hautzellen ein und hemmt dort die Virenvermehrung. Tragen sie die Salben 5 x tägl. auf. Innerhalb von 3-4 Tagen sollte sich eine Kruste bilden. Durch das rechtzeitige und regelmäßige Auftragen der Salben bleibt die Fieberblase klein und eine mögliche Ausbreitung kann vermieden werden.
    Salben mit Melissenextrakt sind ausgezeichnet zum Abheilen aber auch zu Beginn, da die das Eindringen der Viren in die Hautzellen vermieden wird. Weiters gibt es Salben und Gele, mit zum Beispiel Abkömmlingen eines Inhaltstoffes der Süßholzwurzel, die entzündungshemmende Wirkung zeigen, und die Vermehrung von Herpesviren hemmen. Auch austrocknende Wirkung zeigen die Salben (Prinzip auch beim "Hausmittel" Zahnpasta auf die Lippen auftragen).
    Bei Virusinfektionen ist die Stärkung mit das Um und Auf. Vitamin C, Selen, Zink werden in diesem Zusammenhang erfolgreich eingesetzt, aber auch eine Kombination aus Sonnenhut, Lebensbaum und einer Pflanze aus der Familie des Ingwer stärken das Immunsystem bei immer wiederkehrenden Herpesinfektionen.
    Jetzt im Winter kommt wieder die gefährliche Zeit der Fieberblasen durch die intensive Sonneneinstrahlung in den Bergen. Es gibt hochaktive Sonnenschutzpräparate die eigene Formel als Schutz vor Herpesinfektionen als Inhaltstoff haben.
    In der Homöopathie liest man z.B. vom Seidelbast, Hahnenfuß, etc. wobei in der Homöopathie immer die Amnamnese von großer Bedeutung ist, und auch ob eine Verschlimmerung in der Nacht, tagsüber, bei Kälte, bei Wärme und vieles mehr mit einbezogen werden muss, um das richtige Mittel zu finden.
    Bei den Schüßler Salzen wird das Aussehen der Bläschen sehr unterschieden und entsprechend ein Natrium phosphoricum, oder ein Ferrum phosphosphoricum, oder ein Natrium chloratum oder 2 - 3 andere Salze mehr empfohlen.

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    Wer zu Fieberblasen neigt, findet in der Apotheke eine Reihe wirksamer Präparate
Mittwoch, 17. November 2004
    Medikamente im Alter
    Medikamente werden vor allem an jungen Menschen getestet: bei älteren Menschen ändert sich aber oft die Zusammensetzung der Magensäfte bzw. die Arbeit der Darmbakterien – Medikamente können langsamer oder anders wirken. Worauf man dann bei der Einnahme von Medikamenten achten muss und welche unvermuteten Beschwerden auftreten können, erklärt Apothekerin Mag. Barbara Haase.
    Üblicherweise werden Studien bezüglich der Pharmakokinetik, d.h. die Aufnahme in die Blutbahn (Resorption), die Verteilung und die Ausscheidung des Wirkstoffes an jungen Erwachsenen durchgeführt.
    Im Alter kann jedoch der Gastrointestinaltrakt (Magen, Darm) verändert sein, und damit verändert sich auf die Aufnahme in die Blutbahn. Es kann die Resorptionsfläche zunehmen, Transportprozesse, wie z. B. verminderte Aufnahme von Kohlenhydraten, Eisen, Calcium etc. sind weniger effizient, die Sekretion der Verdauungssäfte ist reduziert, die Darmbewegung ist verlangsamt, die Magenentleerung verzögert sich, die Darmdurchblutung kann verringert sein, die Aufnahme im Dünndarm nimmt ab.

    Was die Verteilung betrifft, so haben wir im Alter ein verändertes Verhältnis zwischen Fett und Muskelgewebe, und dadurch wird die Verteilung beeinflusst. Im Alter haben wir mehr Fett - als Muskelgewebe. Es nimmt das Gesamtkörperwasser ab. Es gibt wasserlöslöslichen und fettlösliche Arzneistoffe. Die wasserlöslichen Arzneistoffe weisen bei dem verminderten Gesamtkörperwasser und der verminderten Extrazellulärflüssigkeit ein vermindertes Verteilungsvolumen aber erhöhte Plasmakonzentration auf, bei den fettlöslichen Astoffen ist der umgekehrte Effekt, das heißt die Medikamente können stärker oder schwächer wirken.

    Typischen Veränderungen im Alter sind z.B. "Schluckbeschwerden", veränderter Arzneimittelmetabolismus (Umwandlung des Arzneistoffes ) in der Leber, im Gastrointestinaltrakt Abnahme der Magensäureproduktion und Anstieg von Magen-pH.

    Durch z.B. verändertes Bewegungsmuster der Speiseröhre kann es zu Refluxerkrankungen kommen, durch die verlangsamte Magenschleimhautregeneration ist die Gefahr der Ulcuserkrankungen erhöht, durch die veränderte Leberfunktion können Arzneimittelnebenwirkungen vermehrt auftreten. Die Transitzeit im Darm ist verlangsamt, dadurch kommt es leichter zu Verstopfungen.
    Schluckbeschwerden treten gehäuft auf.
    Wegen der vorhin erwähnten Problematik der Magenschleimhaut und Magensaftproduktion ist einmal die Notwendigkeit des Wassers bei der Einnahme einer Tablette zu erwähnen. Bei nur einem Schluck Wasser kann die Tablette an der Speiseröhre kleben bleiben.

    Im Alter nimmt der Eiweißgehalt im Blut ab, dadurch kann es bei Arzneistoffen, die auf Bindung an Eiweiß angewiesen sind, zu einer verminderten Wirkung kommen.

    Die Handhabungsprobleme im Alter spielen selbstverständlich auch eine Rolle. Sehstörungen, Bewegungseinschränkungen, Vergesslichkeit, komplizierte Dosierungen stark zeitabhängig können ebenfalls auch auf die Wirksamkeit der Arzneimittel Einfluss nehmen.
Mittwoch, 24. November 2004








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